Gibt es einen schlechteren Zeitpunkt, um als F├╝hrungskraft ins kalte Becken des neuen Jobs zu springen? Mitten in der Corona-Krise? Das kommt auf die Perspektive an. Denn F├╝hrungskr├Ąfte wachsen an Krisen, das ist wohl unbestritten. Aber sie tun das am besten, wenn sie Zeit haben, Erfahrungen zu sammeln und sich auf die Herausforderungen vorzubereiten.

Diese Zeit haben F├╝hrungskr├Ąfte nicht, wenn sie jetzt ihre Stelle antreten oder es erst k├╝rzlich getan haben. Ein Grund zum Verzweifeln ist das aber nicht.

ÔÇ×Anstrengend ist es sowieso.ÔÇť

So lautete die knappe und pr├Ągnante Analyse von Juliane C., einer jungen F├╝hrungskraft, die im Mai ihren Job angetreten hat. Und tats├Ąchlich ÔÇô der Einstieg in die F├╝hrungsaufgabe ist eine Herausforderung, und dabei spielt es objektiv betrachtet keine Rolle, ob die Rahmenbedingungen einfach oder schwierig sind.

Doch die zitierte F├╝hrungskraft hat noch mehr zu sagen. Und es ist spannend, ihren Weg ein wenig nachzuzeichnen.

Der R├╝ckblick f├╝r die Zukunft

Wir begleiten jetzt also die F├╝hrungskraft Juliane C. Sie arbeitet schon eine ganze Weile im Unternehmen und hat sich als sehr talentiert herausgestellt. Ihre Vorgesetzten haben daher entschieden, sie in eine F├╝hrungsposition zu hieven. Und damit begann Julianes Job schon, bevor sie ihren neuen Schreibtisch bezogen hatte.

Denn nun drehte sich das Gedankenkarussell bei Juliane. Sie machte sich zun├Ąchst Gedanken dar├╝ber, wie ihre bisherige T├Ątigkeit ausgesehen hatte. Im n├Ąchsten Schritt ging sie gedanklich die ÔÇ×LieblingsÔÇť-F├╝hrungskr├Ąfte durch, mit denen sie im Laufe ihres bisherigen Arbeitslebens zu tun hatte. Eine ausgezeichnete Idee, wie ich anmerken m├Âchte.

Denn auf diese Weise baute sich Juliane ein Ger├╝st auf, ├╝ber das sie einen Blick darauf werfen konnte, welche F├╝hrungsstile ihr gut gefielen. Und welche nicht. Hatte sie bisher nur Anweisungen erhalten, war sie nun die, die welche weitergeben musste. Das, da war sie sich sicher, war eine der Kernaufgaben, die sie l├Âsen musste: Aufgaben authentisch weiterzugeben, ohne dabei die n├Âtige Autorit├Ąt einzub├╝├čen. Der Vergleich mit guten und weniger guten F├╝hrungskr├Ąften, die sie bisher kennengelernt hatte, war ihr erster Schritt auf diesem Weg.

 Einfach loslegen ÔÇô das ist eher kein guter Rat, wenn Sie sich auf die neue Rolle als F├╝hrungspers├Ânlichkeit vorbereiten wollen.

Kennenlernen, ganz neu

Juliane C. arbeitete ja schon eine Weile im Unternehmen. Also kennen die Kollegen sie bereits. Einerseits. Andererseits f├╝llt sie jetzt eine neue Rolle aus, und das muss sie gegen├╝ber dem Team kommunizieren. Sie entscheidet sich zwar f├╝r einen nicht-autorit├Ąren F├╝hrungsstil (was sinnvoll ist, weil es zu ihrer Pers├Ânlichkeit passt), aber dennoch ist sie nicht mehr einfach nur ÔÇ×die nette KolleginÔÇť, sondern eine Vorgesetzte.

Juliane entscheidet sich also, mit ihrem Team zahlreiche Gespr├Ąche zu f├╝hren und zu erkl├Ąren, wie sie ihre neue Rolle ausf├╝llen will. Einige Gespr├Ąche laufen ziemlich gut, bei anderen zeichnet sich ab, dass auf Seiten des Teams die Umstellung auch auf Skepsis st├Â├čt. Jene Skepsis kann Juliane nicht mit einem Gespr├Ąch beiseite r├Ąumen. Aber sie kann das Team (und sich selbst) darauf vorbereiten, welche ÔÇ×BaustellenÔÇť mit wem noch zu erwarten sind.

Auch wenn Sie als frische F├╝hrungskraft bereits im Unternehmen als ÔÇ×normalerÔÇť Mitarbeiter gearbeitet haben, ist die Vorstellung in Ihrer neuen Rolle unbedingt zu empfehlen.

Motivation ist nicht immer ein Naturereignis

Juliane war schon immer sehr motiviert. Sie brauchte keinen zus├Ątzlichen ÔÇ×SchubserÔÇť, um ihre Leistung zu bringen. Doch das bedeutet nicht zwingend, dass ihr neues Team diese Motivation ebenfalls hat. Und so stellt sie in ihren ersten Gespr├Ąchen fest, dass die Struktur der Arbeit des Teams optimiert werden kann.

Sie entscheidet sich, dem Team mehr Mitspracherecht einzur├Ąumen und Entscheidungen besser mit dem Team abzustimmen. Kritik, aber auch neue Ideen aus dem Team wurden bisher nicht in ausreichendem Ma├če ber├╝cksichtigt. Das will Juliane ├Ąndern. Und ihre Vorschl├Ąge sto├čen auf durchaus offene Ohren. Einige Teammitglieder freuen sich dar├╝ber, endlich einmal mit ihrer Meinung geh├Ârt und ernst genommen zu werden. Juliane freut sich ├╝ber ihre ersten kleinen Erfolge und sp├╝rt eine angenehme Stimmung im Team.

Oft ist es gar nicht so schwer herauszufinden, warum die Motivation im Team nicht in ausreichendem Ma├če vorhanden ist.

Offen sein f├╝r Vergangenes

Trotz allem empfindet Juliane eine gewisse Grundspannung im Team. Und nach und nach kommt sie auch dahinter, woran das liegt. Ihr Vorg├Ąnger ÔÇô der nach ihrer Analyse vom Beginn dieses Artikels nicht zu den von ihr favorisierten F├╝hrungskr├Ąften geh├Ârte ÔÇô schien die ÔÇ×Weisheit mit L├Âffeln gefressenÔÇť zu haben.

Etwas nicht zu wissen oder sich gar auch einmal zu irren, war f├╝r Julianes Vorg├Ąnger keine Option. Wenn er etwas sagte, dann war das ÔÇ×GesetzÔÇť, auch wenn offenkundig war, dass er danebenlag. Auf das Team wirkte sich dieses ÔÇ×Gott-GehabeÔÇť sp├╝rbar negativ aus.

F├╝r Juliane war diese Erkenntnis sehr wichtig. Schlie├člich wusste sie, dass sie bisher kaum Erfahrung hatte und in Zukunft sicherlich auch mit Situationen konfrontiert werden w├╝rde, die sie ├╝berfordern, auf deren Fragen sie keine Antworten kennen w├╝rde. Sie entschloss sich, auf Ehrlichkeit zu setzen und k├╝nftig dem Team klar zu signalisieren, wenn sie selbst eine Antwort nicht kennt oder Hilfe braucht.

Anmerkung: Was Juliane zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ist die Herausforderung, die mit dieser (guten und sinnvollen) Einstellung einhergeht. Denn in Zukunft wird sie immer wieder Momente erleben, da wird ihre nat├╝rliche Autorit├Ąt in Frage gestellt, weil sie eben nicht immer auf alles eine Antwort hat. Aber Juliane wird das meistern, so viel ist sicher.

Allwissenheit ist ein M├Ąrchen. Und F├╝hrungskr├Ąfte tun gut daran, wenn sie sich das bewusst machen.

Ver├Ąnderungen, ja ÔÇô aber Schritt f├╝r Schritt

Es d├╝rfte in Julianes Fall kein Zufall sein, dass sie ihren Vorg├Ąnger nicht in die Liste ihrer favorisierten F├╝hrungspers├Ânlichkeiten eingeordnet hat. Das Management sah das offenbar genauso und wollte mit einer neuen F├╝hrungskraft Ver├Ąnderungen erzielen.

Doch Juliane ist klug genug, diese angestrebten Ver├Ąnderungen nicht ÔÇ×├╝bers Knie zu brechenÔÇť. Sie sieht, dass es im Team eine Menge gibt, das aufgearbeitet werden muss. Das will sie zun├Ąchst angehen. Gleichzeitig sp├╝rt sie aber schon fr├╝h eine gewisse Bereitschaft, Ver├Ąnderungen zuzulassen. Die Kollegen haben das Gef├╝hl, dass es auch ihnen guttut, wenn gewisse Dinge ver├Ąndert werden.

Dennoch: Zu schnell darf Juliane nicht bei ihrem Vorhaben sein. Sie muss dem Team die Zeit geben, die es braucht, um jeden Schritt zu verinnerlichen und eben auch mitzugehen.

Und dann ist da ja noch die Corona-Krise. Auf diese Herausforderung k├Ânnte Juliane gern verzichten, denn sie muss nun auch noch Videokonferenzen organisieren (was eine aus vielen Gr├╝nden komplizierte Angelegenheit ist). Darauf angesprochen erwidert sie: ÔÇ×Ja, Corona macht die Sache jetzt nicht gerade einfacher. Viele Dinge, die fr├╝her nicht n├Âtig waren, sind jetzt pl├Âtzlich fester Bestandteil des Arbeitsalltages. Aber, wissen Sie, ich kann es ja nicht ├Ąndern. Und anstrengend ist es sowieso, mit oder ohne Corona.ÔÇť

Ein Wechsel auf der F├╝hrungsebene ist immer mit Ver├Ąnderungen verbunden. Diese im richtigen Tempo anzugehen, ist eine Ihrer wichtigen Aufgaben als junge F├╝hrungskraft.

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