Generation Y und Z-Für Führungskräfte Chance der Neuentdeckung

Generation Y und Z: Für Führungskräfte die Chance der Neuentdeckung

„Wir waren alle einmal jung!“ Wie oft haben Sie diesen Satz schon gehört oder selbst gesagt? Vermutlich gar nicht so oft, denn das Verständnis zwischen den Generationen scheint abzunehmen, zumindest kann man diesen Eindruck bekommen. Als Führungskraft müssen Sie aber beweglich bleiben. Und die sogenannte Generation Y und Z haben es in sich. Sie zeigen aber auch konstruktive Wege auf, wie Arbeit und Führung miteinander gelingen können.

Generation Y, Generation Z – wer ist damit eigentlich gemeint?

Wer ist Generation Y und Generation ZUm sich an die Bedürfnisse dieser beiden Gruppen heranzutasten, ist es zunächst einmal wichtig, zu verstehen, was genau sie eigentlich auszeichnet.
Die Generation Y (die, wie auch die Generation Z jeweils mit „Gen Y“ und „Gen Z“ abgekürzt wird) setzt sich aus Jahrgängen nach 1980 zusammen. Sie wird auch „Millennials“ genannt und empfindet sich als eine Form der kritischen Avantgarde. Das bedeutet, neue Lebens- und Arbeitsmodelle entwickeln zu wollen, die anders sind als das, was wir bisher kennen.
Die Gen Z dagegen besteht aus den Jahrgängen nach 1995. Sie ist selbstbewusst und kennt ein Leben ohne Tablets oder Smartphones gar nicht mehr. In ihrem Verständnis treiben sie die Veränderung nicht an, sie selbst verkörpern diese Veränderung.

Die Generationen Y und Z sind jung und digital aufgestellt. Entsprechend muss der Schwerpunkt der Führung ausgerichtet werden.

Drei Merkmale der Generation Y und Z

Schauen wir ein wenig genauer hin. Was zeichnet die beiden Generationen aus?

  • Ein selbstbestimmtes Leben und Selbstverwirklichung: Gen Y achtet sehr auf sich, darauf, selbstbestimmt und autonom zu agieren. Gen Z sieht dagegen mehr das große Ganze und will im Zuge von Verbesserungen und entsprechendem Verhalten ihren Teil zu einer besseren Welt beitragen.
  • Work-Life-Cut: Hier unterscheiden sich (auf den ersten Blick!) Gen Y und Gen Z deutlich voneinander. Gen Y strebt eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben an, sie versucht, beides miteinander zu verbinden. Gen Z dagegen kann damit nichts anfangen und wünscht sich eine strikte Trennung von Arbeit und Privatleben.
  • Die grundlegenden Bedürfnisse: Abwechslungsreichtum, die persönliche Entwicklung und Zufriedenheit – das sind die Kerneigenschaften der Gen Y. Gen Z dagegen ist voll auf die Digitalisierung und die Vernetzung fokussiert. Darin sieht sie auch die Möglichkeiten individueller Entwicklung.

Gen Y und Gen Z verbindet aber auch, dass sie Wert auf Toleranz und Gleichberechtigung legen. Dazu gehören auch Transparenz und Kommunikation, was wiederum das konsequente Gendern meist mit einbezieht.

Neben den Unterschieden der Gen Y und Gen Z verbindet beide Generationen der Wunsch nach Gleichberechtigung und Toleranz.

Kurzer Einwurf: Work-Life-Cut – schwerer als gedacht

Generation Y und Z achten auf Work-Life-CutFür Sie als Führungskraft führt an den Generationen Y und Z faktisch kein Weg vorbei. Die Frage ist also in erster Linie, wie dieser Weg aussehen kann. Dass das nicht immer leicht ist, macht ein Blick auf das Verständnis von Arbeitsleben und Privatleben deutlich. Und zwar bezogen auf die Gen Z.

Wie oben erwähnt, kennt diese Gen Z das Leben ohne Smartphones überhaupt nicht. Sie ist in dieses digitale Zeitalter hineingeboren. Gleichzeitig will sie aber eine strikte Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben. Das mag auf der einen Seite löblich sein, ist aber – insbesondere für die Gen Z. – kaum realisierbar. Und zwar auch und gerade wegen der digitalen Vorlieben dieser Generation.

Es wird also tatsächlich eher darauf hinauslaufen, Working-Life-Balance zu leben und so immer wieder zu einem persönlichen Ausgleich zu kommen. Die strikte Trennung zwischen Arbeit und Privatleben gibt es schon heute nicht mehr, und dieser Zustand wird sich auch künftig nicht ändern. Das mag eine gewagte These sein, doch derzeit ist keinerlei gegenteilige Entwicklung zu erkennen.

Die radikale Trennung zwischen Berufs- und Arbeitsleben ist unrealistisch, auch für die Generation Z.

Vier Aspekte, die Führungskräfte über die Gen Y und Gen Z wissen sollten

Vier Aspekte die Führungskräfte bei Gen Y und Gen Z beachten solltenEs geht nicht nur darum, die beiden genannten Generationen unter einen Hut zu bringen, sondern auch generationsübergreifend zu guten Lösungen zu kommen.

Wir alle stecken mittendrin in einer Art Transformation, um die wir nicht herumkommen. Warum also nicht gleich gemeinsam die Herausforderung stemmen?

  • Führung neu definieren: Was jetzt kommt, ist so neu eigentlich gar nicht, Sie werden sich bestimmt darin wiedererkennen. Um mit Gen Y und Gen Z gut zusammenzuarbeiten, ist die klassische Hierarchie ungeeignet. Vielmehr muss die Führungskraft als Visionär auftreten, als Impulsgeber, als Mentor. Das bedeutet keineswegs die Aufhebung von Hierarchien, sondern eine neue Interpretation des Begriffs.
    Die Generationen Y und Z – und das unterscheidet sie von anderen Generationen nicht – brauchen Vertrauen, eigenverantwortliches Arbeiten und die Identifikation mit der eigenen Arbeit.
  • Mitarbeiter stärken und qualifizieren: Eigenverantwortlichkeit, das heißt auch, das Team zu befähigen, selbst seinen Teil beizutragen. Dazu gehört auch Wissensmanagement. Doch das bedeutet hier nicht, die Teams im Frontalunterricht in Weiterbildungen zu schicken. Vielmehr halten sie selbst Vorträge, auf die sie sich gut vorbereiten sollen (und meist auch wollen!).

Zwischenbemerkung: Wenn Mitarbeiter der Gen Y und Z diese Angebote annehmen und ernst nehmen (und das ist oft der Fall), wird die strikte Trennlinie zwischen Berufsleben und Privatangelegenheit kaum mehr möglich sein. Weil die Vorbereitung auf den eigenen Vortrag Spaß macht, wird sie auch in die Freizeit verlegt.

  • Fehler machen: Fehler zu machen, ist in Deutschland immer noch etwas, das als unerwünscht angesehen und mit Sanktionen belegt wird. Das ist wirklich völlig überholt. In vielen Ländern und globalen Unternehmen gehört die Fehlerkultur ganz selbstverständlich zur Philosophie in Unternehmen.
    Kein Wunder, denn wer keine Fehler machen darf, traut sich nichts zu, was zu Stillstand und fehlender Verantwortung führt. Dazu ein Beispiel für wirklich fortschrittliche Führung: Fuck-up-Veranstaltungen.

Zur Erläuterung: Fuck-up-Veranstaltungen klingt schon sehr nach Gen Y und Z. Aber die Idee ist großartig. Auf Fuck-up-Veranstaltungen werden misslungene Projekte unter die Lupe genommen. Sie werden haarklein seziert und darauf untersucht, wo welche Fehler gemacht wurden.

Der Erkenntnisgewinn lässt sich kaum in Gold aufwiegen.

  • Bezahlung nach Leistung: Nein, hier geht es weder um Fließband- noch um Akkordarbeit! Es geht aber eben auch nicht um die Bezahlung nach Position im Unternehmen. Wer Besonderes leistet und sich außergewöhnlich in ein Projekt einbringt, soll dafür entsprechend entlohnt werden. Für wiederholte und dauerhafte gute Leistungen kann auch proaktiv eine Gehaltserhöhung angeboten werden. Sowohl das eine als auch das andere schafft Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen.

Fazit

Die Generationen Y und Z im Unternehmen zu integrieren, ist also gar nicht so schwer, weil es viele Überschneidungen zum bisherigen Führungsstil gibt. Das kann aber nicht alles sein. Letztlich sind die jungen Menschen von heute die Entscheidungsträger von morgen. Als Führungskraft tut man also gut daran, den Blick auch in die Zukunft zu richten. Und gemeinsam daran zu arbeiten, dass sie rosig wird.

Kommen Sie mit Gen Y und Gen Z zurecht?

Ist Ihnen dieser Artikel womöglich zu optimistisch? Haben Sie eher andere Erfahrungen mit den Generationen Y und Z gemacht? Immerhin sind junge Menschen nicht nur für Fortschritt und Innovationen bekannt, sondern auch für Sprunghaftigkeit und Unlust, das liegt altersbedingt oft einfach in der Natur der Sache.
Schreiben Sie mir gern Ihre Erfahrungen hier als Kommentar oder senden Sie mir eine Mail. Wir können auch telefonieren und über den richtigen Umgang mit Gen Y und Gen Z sprechen.


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Für jeden Mitarbeiter, dem entsprechend auch für Ihre Mitarbeiter der Gen Y und Gen Z gilt für Sie als Führungskraft:
„Gib jedem Mitarbeiter die Führung die er braucht und die ihn am schnellsten weiterbringt.“ 

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Führungs-Stratgeigespräch mit Susanne Schwerdtfeger

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