Als Führungskraft müssen Sie täglich Entscheidungen treffenSo kennen wir erfolgreiche Führungspersönlichkeiten: Sie fackeln nicht lange herum, sie handeln! Viele denken, dass es genau das ist, was Führungskräften besonders liegt. So sollte es sein, denn ohne die Führungskompetenz Entscheiden kommen Führungskräfte nicht weit. Aber oft ist das eben nicht der Fall.

Viele zeigen eine ausgeprägte Absicherungsmentalität. Sie wollen sich erst nach allen Seiten und gegen alle Eventualitäten absichern, bevor sie eine Entscheidung fällen. Andere entscheiden nicht, sondern schieben Entscheidungen auf, bis „alles reif ist für die Entscheidung“, wobei es dann oft schon zu spät ist.

  • Sie haben Angst, einen Fehler zu machen, vor einer falschen Entscheidung und entscheiden daher gar nicht oder zu langsam.
  • Wieder andere entwickeln eine „Paralysis through Analysis“, d.h. Sie analysieren jede Entscheidung zu Tode.
  • Manch einer hat Angst davor, sich mit einer unpopulären Entscheidung unbeliebt zu machen.

 

Die Probleme sind bekannt, besonders bei neuen und jungen Führungskräften, die noch unsicher sind, gefallen wollen und die genauen Abläufe unter Umständen noch nicht kennen. Sie trauen ihrer eigenen Entscheidungskompetenz noch nicht. Hier liegt aber auch gleichzeitig die Lösung des Problems: Wenn eine Entscheidungskompetenz unterentwickelt ist, so kann man sie auch weiter entwickeln und daran arbeiten. Übung macht auch hier den Meister!

In meinen Führungscoachings und Seminaren hat sich dafür eine ganz einfache Vorgehensweise bewährt:

  • Identifizieren Sie Ihre Entscheidungshemmnisse
  • Überwinden Sie diese Hemmnisse
  • Trainieren Sie Entscheidungen
  • Evaluieren Sie Ihr Entscheidungsverhalten
  • Finden Sie in sieben Stufen zur Entscheidung

Entscheidungshemmnisse identifizieren

Wer sich schwer damit tut, Entscheidungen zu treffen, oder sie zu langsam trifft, hat dafür meist ganz persönliche Gründe. Sie müssen diese individuellen Hemmnisse aufdecken und fixieren, damit sind sie schon halb beseitigt!
Fragen Sie sich, was genau Sie an schnellen Entscheidungen hindert.
Fragen Sie sich auch, warum Sie nicht die Entscheidungen treffen, die Sie treffen müssten.
Schreiben Sie die Antworten nieder, Sie verdoppeln damit die Erfolgswahrscheinlichkeit. Aussagen, die man schwarz auf weiß besitzt, sind einfach verbindlicher.

Entscheidungshemmnisse überwinden

Stellen Sie doch einfach mal die Frage, was passieren würde, wenn Sie eine falsche Entscheidung treffen würden. Alleine mag dies schwer zu beantworten sein, aber in meinen Coachings und Seminaren kommt durch das Feedback der Teilnehmer eines schnell heraus: Die befürchteten Folgen sind oft unrealistisch und überzogen. „Meine Chefin reißt mir den Kopf ab!“, „Ich verliere meine Position!“ und „Dann bin ich bei meinen Leuten unten durch!“ sind nur einige der Zitate von Teilnehmern. Wegen eines einzigen Fehlers? Doch wohl kaum, oder?

Machen Sie sich klar, dass eine Fehlentscheidung – zumindest in kleineren Bereichen – weitaus geringere (oft gar keine) Folgen hat, als ein Entscheidungsvakuum! Mit einem Fehler kann man umgehen. Treffen Sie als Führungskraft eine Entscheidung jedoch gar nicht erst, so hängt alles in der Luft, und damit kann in einem Wirtschaftsunternehmen niemand umgehen! Schlimmer als jede Fehlentscheidung ist es, gar keine Entscheidung zu treffen!

Selbst einer Fehlentscheidung kann man noch positives abgewinnen: Je souveräner Sie mit dem Fehler umgehen und ihn eingestehen, umso menschlicher wirken Sie bei Ihren Mitarbeitern. Das heißt, Sie verlieren nicht an Autorität, sondern Sie gewinnen sogar dazu.

Entscheidungen trainieren

Das hört sich merkwürdig an, aber nur anfangs. Sie können nicht alleine dadurch leichter und besser entscheiden, nur weil Sie sich das vornehmen. Wie jeder Sportler weiß, verbessern Sie sich nur durch Training. Sie müssen also trainieren, zu entscheiden. Dabei fangen Sie am besten klein an.

Nehmen Sie sich zunächst für jeden Tag ein paar kleine Entscheidung vor, die Sie schneller und klarer treffen möchten. Übernehmen Sie sich nicht, das wird den Verbesserungsprozess bremsen oder gar beenden. Beispiele für kleine Entscheidungen: Sprechen Sie jetzt gleich mit dem Mitarbeiter oder machen Sie einen Termin? Rufen Sie einen Kunden oder Kollegen jetzt gleich zurück oder planen Sie einen Termin? Achten Sie bewusst darauf, wie sich ihr Entscheidungstempo und Ihre Entschlusskraft verbessern. Dann steigern Sie langsam die Wichtigkeit und den Umfang der Entscheidungen, an denen Sie trainieren.

Entscheidungsverhalten evaluieren

Dokumentieren Sie Ihr Entscheidungsverhalten regelmäßig. Reflektieren Sie: Welche Entscheidungen habe ich heute getroffen?

  • Wie viele waren es insgesamt?
  • Was kam dabei heraus?
  • Was lief gut?
  • Was kann ich besser machen?

Durch diese Reflexionen bauen Sie restliche Entscheidungsängste schnell ab. Wenn Sie sehen, dass Sie im Grunde schon ganz gut sind dabei, werden Sie durch die Erfolge motiviert zum Weitermachen. Machen Sie also Ihre Erfolge sichtbar.
Wenn Sie diese vier Schritte zur Beseitigung von Entscheidungshemmnissen befolgen, sind Ihre Entscheidungsängste schnell verschwunden. Sie werden sich darauf freuen, Entscheidungen zu treffen, vor allem wenn Sie feststellen, wie viel Erfolg Sie dabei haben.

Bis hierhin waren es kleine, leichte Schritte. Je öfter Sie Entscheidungen treffen, desto mehr gewöhnen Sie sich daran und stärken so auch ihre Führungspersönlichkeit. Das bedeutet aber nicht, dass Sie jede Entscheidung immer schnell und einfach treffen können und auch nicht sollten. Im Gegenteil!

In Ihrer Position als Führungskraft wird es häufiger vorkommen, dass Sie Entscheidungen treffen müssen, deren Auswirkung „schwerwiegende“ Konsequenzen haben: Die Einstellung oder Entlassung eines Mitarbeiters hat Auswirkungen auf Ihr Team und Ihre Kunden, die Eroberung neuer Märkte braucht Zeit und Personalpower oder die Investition in neue Produkte erfordert finanzielle Investitionen, die sich erst später positiv im Unternehmensbudget bemerkbar machen, oder eben auch nicht.

Bei großen Entscheidungen sollten Sie sehr klug und überlegt vorgehen. Hier ist es notwendig, in Ruhe und gründlich erst zu überlegen und dann zu entscheiden. Wie das am besten funktioniert? Mit den sieben Stufen erfolgreicher Entscheidungen. (lesen Sie hier mehr…)

 

Coaching mit SchwerdtfegerFalls Sie jetzt immer noch  bei Entscheidungen zögerlich sind oder immer noch Angst haben, dann brauchen Sie dringend ein Coaching. Eine Führungskraft ohne Entscheidungskompetenz ist keine Führungskraft. Lassen Sie uns gemeinsam schnell Ihre Entscheidungskompetenz aufbauen. Lassen Sie sich in Ihrer Führungskompetenz Entscheiden von mir coachen, online oder telefonisch.

 

 

 

 

 

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