Positive Leadership Führungskräfte Sonne im Herzen

Positive Leadership: Führungskräfte und die Sonne im Herzen

Positiv führen? Ausgerechnet jetzt? In der Krise? Haben wir nicht alle genug damit zu tun, irgendwie da durchzukommen? Ja, natürlich. Aber was nützt es? Führungskräfte wissen ohnehin, dass die Stimmung in den Teams auf einem fast schon verstörenden Niveau angekommen ist. Da gehört die „Flucht nach vorn“ zu den besten Ideen. Daher ein Artikel über positive Leadership.

Bei manchen Begriffen ist es sinnvoll, zunächst mit einer Definition zu beginnen. Das gilt insbesondere dann, wenn es eine solche gar nicht gibt. Denn positive Leadership ist kein Begriff, der geschützt wäre oder einer eindeutigen Definition folgt.

Was ist positive Leadership?

Positive Leadership auch besonders in KrisenAuf den ersten Blick erklärt sich positive Leadership von selbst: Es handelt sich offenbar um einen Führungsstil, der positiv agiert, also dem Mitarbeiter eigenes Handeln ermöglicht. Das Ziel dahinter ist klar: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver, bringen bessere Leistung und sind daher für das Unternehmen insgesamt wertvoller (und gewinnbringender).


So weit, so nachvollziehbar. Nun gibt es aber natürlich immer auch zu viel des Guten. Positiv, „bis der Arzt kommt“, kann es also auch nicht sein. Doch hier muss jede Führungskraft ihre eigene Grenze ziehen. Wichtig ist, dass unterm Strich der positive Führungsstil übrigbleibt.

Positive Leadership bedeutet nichts anderes, als Mitarbeiter wertschätzend und somit motivierend zu führen.

Versuch einer Einordnung

Prinzipien des Positive LeadershipWenngleich es keine allgemein gültige Definition gibt, lässt sich die Art und Weise des Führens durch positive Leadership doch recht gut erklären. Die Verwandtschaft zu Stilen wie Servant Leadership, Charsimatic Leadership oder Transformation Leadership wollen wir hier einmal unberücksichtigt lassen, obwohl es da zahlreiche Überschneidungen gibt. Einordnen lässt sich positive Leadership unter anderem wie folgt:

  • Führungskräfte, die nach dem Prinzip positive Leadership agieren, arbeiten gezielt daran, positive Gefühle zu erleben, zu modellieren und zu verstärken.
  • Die Führungskraft ist in erheblichem Maße an der Weiterentwicklung der Mitarbeiter und an einer Verbesserung der Arbeitsergebnisse interessiert.
  • Führungskräfte, die positive Leadership favorisieren, zeichnen sich durch ein hohes Maß an persönlicher Integrität und Selbstbewusstsein aus.

Selbst, wenn es vielleicht so klingen mag, es handelt sich bei positive Leadership nicht etwa um „Ringelpiez mit Anfassen“, mit netten Arbeitskreisen und dem Singen harmonischer Lieder. Hinter dem Kerngedanken stecken sehr pragmatische und praxisorientierte Ansätze. Der positive Ansatz ist also „knallhart sachorientiert“, er verfolgt ein Ziel, das den Unternehmensinteressen dient.

Positive Leadership will Zufriedenheit und Motivation auf allen Ebenen eines Unternehmens erreichen.

Konkrete Ansätze für Führungskräfte

Unternehmensumsätze und Gewinn werden nur durch Menschen erzieltFür Führungskräfte ist die Unterscheidung von drei Unternehmensebenen sinnvoll und wichtig:

1. Die individuelle Ebene: Vertriebsmitarbeiter wissen es längst – positiv eingestellte Menschen kaufen eher Produkte oder Dienstleistungen als schlecht gelaunte. Das „Lächeln am Telefon“ bei der Akquise mag als Tipp ein wenig verstaubt klingen. Stimmig ist es dennoch.

Und so verhält es sich auch bei Führungskräften. Je positiver sie auftreten, desto leichter lassen sich die Teammitglieder davon anstecken.

2. Die Ebene des Teams: Hier sei „Bob, der Baumeister“ zitiert, der auf die Frage, ob dieses oder jenes Vorhaben denn wirklich gelingen könnte, stets antwortete: „Jo, wir schaffen das!“ Manchmal reicht tatsächlich die Philosophie einer Kindersendung aus, um das Geheimnis des Erfolgs auf einen Punkt zu bringen. Positive Leadership schafft eine Stimmung der Gemeinsamkeit in Teams. So lassen sich nicht nur Erfolge erzielen, sondern auch Misserfolge besser verkraften und aus Fehlern lernen.

Die positive Herangehensweise macht aus jeder Situation eine Chance, statt nach Schuldigen zu suchen. Dabei steht nicht die Angst vor dem Scheitern im Vordergrund, sondern die Freude an der Kommunikation und daran, gemeinsam Dinge weiter zu entwickeln.

3. Die Ebene der Organisation: Wenn es auf den oberen Führungsebenen eines Unternehmens nicht funktioniert, ist es auch sonst schwierig mit dem positive Leadership. Denn es handelt sich bei diesem Prinzip um etwas Grundsätzliches, das sich durch das gesamte Unternehmen ziehen muss.

So werden – von oben delegiert – in erster Linie positiv eingestellte Mitarbeiter eingestellt, und dabei geht es nicht um Selbstzweck, sondern um eine Strategie. Denn mit einer positiven Grundeinstellung lassen sich die Beziehungen zu den Kunden verbessern, die Mitarbeiter zu mehr Produktivität anregen und letztlich die Umsätze steigern.

Positive Leadership funktioniert nur richtig, wenn es im gesamten Unternehmen gelebt wird. Ansonsten stößt das Prinzip schnell an seine Grenzen.

Die drei Grundpfeiler des positive Leadership

Die drei Säulen des Positive LeadershipEs waren die beiden deutschen Autoren Nina-Ric Eschemann und Utho Creusen, die zusammen ein Buch verfasst haben, in dem sie sich mit positive Leadership auseinandersetzen. „Zum Glück gibt’s Erfolg“, Orelli Füssli Verlag 2008. Dabei haben sie drei Säulen entwickelt, auf deren Grundlage gearbeitet wird:

►Stärken ► Flow ► Sinn

Darunter lassen sich Unterbegriffe finden:

  • Verantwortung
  • Wertschätzung
  • Kommunikation
  • Perspektive
  • Augenhöhe

Schauen wir einmal etwas genauer hin:

  • Stärken: Studien haben gezeigt, dass es leistungssteigernd ist, an Dingen zu arbeiten, die einem Menschen Spaß machen und die sie gut können. Produktivitätssteigerungen von bis zu 38 Prozent sprechen eine klare Sprache. Und auch, wenn es natürlich nervende Arbeit gibt, die man trotzdem machen muss, hilft es, bei den Mitarbeitern gezielt nach deren Stärken zu suchen und diese einzusetzen.
  • Flow: Man kennt das, wenn jemand „im Flow ist“, läuft es rund. Der ungarisch-amerikanische Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi hat den Begriff “Flow” Dingen zugeordnet, die wir gern tun, in die wir regelrecht eintauchen, ohne dabei über- oder unterfordert zu sein. Durch die positive Energie, die in uns wirkt und die uns in den Flow bringt, sind wir leistungsfähiger als ohne Flow.
  • Sinn: Das ist die große Frage, die quasi über allem steht. Warum mache ich das überhaupt, wo ist der Sinn meiner Arbeit? Diese Frage kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden, jeden treibt etwas anderes an. Unternehmen können aber durch das Definieren von Werten, Visionen und Zielen dabei helfen, den Sinn auf sich zu übertragen und sich im nächsten Schritt mit dem Unternehmen zu identifizieren. Je mehr Mitarbeiter sich mit dem kommunizierten Sinn identifizieren können, desto ertragreicher wird die Arbeit.

Aus diesen Oberbegriffen lassen sich die Unterbegriffe leicht herleiten und erklären. Auf der Basis von Wertschätzung und dem Begegnen auf Augenhöhe erwachsen Verantwortung, Perspektiven und Kommunikation.

Stärken, Flow und Sinn – das sind die drei Grundgedanken des positive Leadership.

Sind Sie eine positive Führungskraft?

Positiv führen? Ausgerechnet jetzt, in dieser Krise? Die eingangs gestellte Frage hat weiterhin ihre Bedeutung. Denn die Corona-Krise zerreißt viele von uns, sie fordert ihren Tribut und zerrt an unseren Nerven. Das einzuräumen, ist nicht sträflich, sondern ehrlich.


Aber schaffen Sie es dennoch, Ihr Team als positive Führungskraft durch diese Krise zu begleiten? Und tragen Sie genügend positive Energie in sich, um das überhaupt leisten zu können? Und woher holen Sie sich Ihre Kraft für Ihr positive Leadership?

Manchmal kann schon „nur“ ein Gespräch wieder positive (Führungs-) Energie ankurbeln.

Wenn Sie das möchten, bin ich gerne für Sie da. Setzen Sie sich gern mit mir in Verbindung, kommentieren Sie oder sprechen Sie mich hier auf der Seite direkt an.

Mikrophon zu Susanne SchwerdtfegerKlicken Sie einfach auf das rote Mikrophon in dem kleinen Fenster, das auf dieser Seite rechts (oder mobil unten) erscheint, und los geht’s.

Denn positive Leadership ist möglich. Und es tut ungeheuer gut, auch und gerade in der Krise.

 

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