Manche taugen als Führungskräfte, andere eher nicht. Kann man das so sehen? Nein, ganz sicher nicht, denn Führen kann man lernen. Warum trotzdem die Rolle der Führungskraft nicht zu jedem passt, wollen wir in diesem Artikel beleuchten.

Ferdinand Rohrhirsch hat sich bereits im Jahr 2003 in einem Interview mit der FAZ zu der Frage geäußert, ob man Führen lernen könne. Der Mann ist nicht irgendwer, sondern war damals Privatdozent an der Katholischen Universität Eichstätt. Zudem hat der zeitgenössische Philosoph, Theologe und Führungskräftecoach ein Buch mit dem Titel „Führen durch Personenkreis“ geschrieben.

Dennoch darf man seine Aussagen im FAZ-Interview durchaus kritisch sehen. Denn auf den ersten Blick scheint er zu sagen, dass man Führen eben nicht lernen könne.

Ein wenig genauer betrachtet

Liest man das Interview etwas genauer, entpuppt sich Rohrhirschs Aussage, man könne Führen nicht lernen, als nicht sehr differenziert. Denn er sagt durchaus, dass Führung erlernt werden kann, man müsse nur auf die richtigen Aspekte achten. Und damit hat er zweifellos recht.

Im Verlauf des Gesprächs sagt Rohrhirsch, ein Modell von Führung“ könne es nicht geben. Und damit nennt er einen wichtigen Punkt. Er fügt nämlich hinzu, dass es lediglich die Möglichkeit gibt, „individuell ausgebildete Führungspersönlichkeiten“ zu entwickeln.

Und da wir jetzt herausgearbeitet haben, dass man – offenbar auch aus der Sicht eines Philosophen – Führen eben doch lernen kann, wenden wir uns der wichtigen Frage zu, ob das auch für Sie in Frage kommt.

Die Frage ist nicht, ob Sie führen lernen können, sondern ob es zu Ihnen passt

Man könnte es zugespitzt in etwa so sagen: Sind Sie eine „Rampensau“? So etwas Ähnliches sollten Sie nämlich sein, wenn Sie anstreben, eine Führungsposition zu besetzen. Sie müssen nämlich kommunizieren, bis „der Arzt“ kommt – mit Kunden, Ihrem Team, Ihren Vorgesetzten, anderen Abteilungen, Zulieferern und so weiter.

Nun, vielleicht fällt bei Ihnen das eine oder andere weg, zum Beispiel das Gespräch mit Zulieferern, weil Sie in einer Branche arbeiten, in der die keine Rolle spielen.

Aber kommunikativ müssen Sie sein, daran führt kein Weg vorbei. Außerdem müssen Sie Spaß an der Teamarbeit haben, müssen versuchen, sich in die Emotionen und Gedanken Ihres Teams zu versetzen und immer wieder Konflikte lösen. Denn, das können Sie glauben, keine Führungskraft kommt ohne Konflikte durch den Job, die Woche, womöglich nicht einmal durch einen Tag.

Und nun fragen Sie sich doch bitte kurz, wie es Ihnen nach diesen paar Sätzen geht. Fühlen Sie sich motiviert und sagen sich: „Jetzt erst recht, das ist genau das, was ich will!“. Oder schreckt sie das soeben Gelesene eher ab?

Zusammenfassung: Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob eine Führungsrolle wirklich Ihrer Persönlichkeit entspricht.

Der „Nerd“ als Führungskraft?

Um eines vorwegzunehmen: Der Begriff des „Nerds“ wähle ich hier, um eine Stereotype abzubilden. Fakt ist natürlich, dass sogenannte „Nerds“ eben nicht bestimmte Kandidaten sind, die alle gleich ticken, Fast Food essen und nächtelang programmieren oder sich in andere Systeme hacken (auch wenn es diese Exemplare natürlich gibt).

Der „Nerd“ soll in unserem Fall etwas anderes transportieren. Und zwar einen Mitarbeiter, der es liebt, „vor sich hin zu arbeiten“. Ein Mitarbeiter, der gern klare Aufgabenstellungen bekommt und an diesen so lange sitzt, bis er sie perfekt erledigt hat.

Solche Mitarbeiter sind Gold wert, und – wieder ein Punkteabzug, was das Vorurteil über „Nerds“ angeht – oft sind sie ausgesprochen kollegial. Sie helfen anderen Mitarbeitern, wenn diese nicht weiterkommen und bringen sich aktiv in gestellte Aufgaben ein. Diese Form von „Nerds“ sind das Sahnehäubchen für jedes Unternehmen.

Aber eben nur, wenn sie auch bei dem bleiben, was sie können. Wird ein solcher „Nerd“ – etwa, weil er fachlich herausragend arbeitet – in eine Führungsposition gehievt, kann aus dem wertvollen Mitarbeiter schnell ein Kandidat für ein Burnout oder gleich eine Kündigung werden.

Stellen Sie sich daher diese Frage stellen und denken Sie gut darüber nach: „Habe ich überhaupt Lust, Führungskraft zu werden?“

In diesem Fall ist die „Lust-Frage“ mehr als gerechtfertigt, denn wenn Sie erst einmal in der neuen Rolle stecken, können Sie nicht mehr nach Lust und Laune entscheiden, was Sie gerne machen und was nicht.

Zusammenfassung: Fragen Sie sich im nächsten Schritt, ob Sie mit Ihrem Aufgabenbereich nicht doch mehr als zufrieden sind. Einen Job zu machen, ist etwas anderes, als eine Führungsrolle zu übernehmen.

Sind Sie ein Organisationstalent?

Natürlich wissen Sie, dass ein Chef nicht einfach Zigarre rauchend in seinem Büro sitzt und hier und da mal eine Anweisung gibt, nach der alle Mitarbeiter ehrfürchtig auf die Knie sinken und darum betteln, dieser Anweisung Folge leisten zu können (ok, also ein paar solcher Exemplare mag es noch geben, die kümmern uns hier aber nicht).

Aber wissen Sie auch, wie viel Bürokratie und Organisation mit einer Führungsaufgabe verbunden sind? Sie müssen planen, dokumentieren, delegieren, deeskalieren, telefonieren, abstimmen, verschieben, streiten und versöhnen. Vieles vom Job einer Führungskraft passiert am Schreibtisch, Rechner oder Smartphone. Der nette Plausch mit einem Mitarbeiter sollte zwar unbedingt zu Ihrer Rolle gehören, doch bedenken Sie bitte, dass Sie sich auch hier erneut genau organisieren müssen. Sie können nicht (zumindest sehr selten) spontan Ihrer Neigung folgen, den Tagesablauf ein wenig zu Ihren Gunsten abzuändern. Denn das hat meist Folgen für alles, was sich in der Folge daraus ergibt.

Nebenbei: Von der Tatsache, dass Sie als Führungskraft mehr verdienen als vorher, sollten Sie sich nicht blenden lassen. Das wäre ein Trugschluss. Mehr Geld allein – auch wenn jetzt 5 Euro für das Phrasenschwein fällig werden – macht nicht glücklich, wenn Sie mit Ihrer neuen Aufgabe unzufrieden sind.

Zusammenfassung: Der Job als Führungskraft ist nur etwas für Sie, wenn Sie Spaß am Organisieren haben und auch vor viel Bürokratie nicht zurückschrecken. Im Grunde müssen Sie sie sogar fast schon lieben.

Helfen Sie dem Unternehmen als Führungskraft?

Eine letzte Frage sollten Sie sich auch unbedingt stellen, nämlich die, ob Sie in der Rolle eine Führungskraft dem Unternehmen auch wirklich helfen können. Das ist gewissermaßen eine Frage der Verantwortung. Denn wenn Ihnen eigentlich klar ist, dass die Rolle nicht zu Ihnen passt, kann das größeren Schaden anrichten, als man gemeinhin annimmt.

Fühlen sie sich als Führungspersönlichkeit unwohl, wird Ihre Leistung darunter leiden, Sie werden schneller gestresst sein und somit nicht mit 100 Prozent bei der Sache sein. Wir wollen hier zwar nicht dramatisieren, aber dadurch können Sie eine Mitverantwortung dafür tragen, dass der Erfolg des Unternehmens verringert wird.

Sind Sie eine Führungspersönlichkeit?

In diesem Artikel ging es nicht darum, Ihnen etwas ausreden zu wollen, im Gegenteil! Vielmehr soll er Ihnen ein paar wichtige Fragen mit auf den Weg geben, die Ihnen dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Oder haben Sie all das bereits hinter sich? Sind Sie in Ihre Rolle als Führungskraft nach und nach hineingewachsen? Stellen Sie fest, dass es besser läuft als gedacht? Oder wollen Sie die Position zwar ausfüllen, stellen aber (noch) fest, dass Sie in einigen Bereichen Hilfestellungen gebrauchen können? Dann sollten Sie sich einmal mein Führungs-Premium-Coaching-Programm anschauen, dort finden Sie eine Menge Inhalt, der Ihnen weiterhelfen kann.

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