Führungskräfte sollten nach Warum fragenKinder, die die Sesamstraße gucken, sind klar im Vorteil. Führungskräfte sollten sich das zuweilen vor Augen halten, wenn es um eine Frage geht: „Wieso weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“

Diese Empfehlung aus der Titelmelodie der Sesamstraße ist schon über 40 Jahre alt. Doch was für Kinder gilt, sollte auch für Erwachsene gelten, und für Führungskräfte erst recht. Die Frage nach dem „Warum“ stellen sich aber nur wenige von ihnen, und das auch nur selten.

Man könnte jetzt zynisch fragen: Warum eigentlich nicht?

 

Hinterfrage alles?

Es gibt einen schönen Cartoon, auf dem zu lesen ist: „Hinterfrage alles!“ Darunter, in Handschrift folgt die Erwiderung: „Warum?“ Eigentlich ein schönes Gedankenspiel, das deutlich macht, worum es geht. Darum, sich nicht mit allem abzufinden, nicht einfach alles zu akzeptieren, was uns begegnet, sondern den Sinn und Zweck dahinter erfragen zu wollen.

Das führt zu einem wachen Geist, der nicht bereit ist, die Dinge einfach so hinzunehmen, sondern durchdenkt und (kritisch) hinterfragt.

Und nun kommt die Frage aller Fragen: Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie Führungskraft geworden sind? Und stand diese Frage im Raum, als Sie Führungskraft wurden? Wenn ja, dann lassen Sie sich an dieser Stelle herzlich gratulieren. Falls nein, sind Sie in bester Gesellschaft.

 

Das Was und das Wie

Was und Wie wichtige Fragen für FührungskräfteTatsächlich stehen diese beiden Fragen beim Weg zur Führungskraft immer wieder im Vordergrund. Was erwartet mich, wenn ich Führungskraft bin? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen? Und wie soll ich meine neue Aufgabe ausfüllen?

Bekomme ich Hilfe von Vorgesetzten, gibt es Tools und Methoden, die mir meine neuen Aufgaben erleichtern? Alles wichtige Fragen, die zu stellen richtig und sinnvoll ist. Doch die eigentliche Frage fehlt.

Stellen Sie sich doch einmal kurz vor, Sie wollten sich ein neues Auto kaufen. Und nun stellen Sie sich einen findigen Autoverkäufer vor, der Sie dabei beraten soll. Gut möglich, dass der Sie zu einem Modell führt, das mit allen Extras ausgestattet ist, und der Preis ist auch rekordverdächtig.

Er zählt Ihnen auf, was der Wagen alles kann: Dank seines Allradantriebes kommt er auch in schwierigem Gelände gut zurecht, für heiße Sommer gibt es Klimaautomatik, das Schiebedach macht die Sache erst rund. Doch es handelt sich nicht – wie man meinen könnte – um einen dicken, schweren SUV, sondern um einen kompakten Sportwagen, der auch noch recht einfach in kleine Parklücken passt.

Der Verkäufer erwartet von Ihnen Begeisterung und die Entscheidung, sofort in diesen Flitzer einsteigen zu wollen. Doch Sie winken ab und bitten um die Vorführung eines anderen Wagens.

Was ist da passiert? Der Verkäufer hat die naheliegende Frage nicht gestellt: „Warum wollen Sie ein neues Auto?“ Hätte er sie gestellt, wäre ihm nicht entgangen, dass Sie (wir tun jetzt einfach mal so, wenn Sie einverstanden sind) eine Frau und drei Kinder haben.

Zudem haben Sie einen eigenen kleinen Betrieb und müssen häufig Waren transportieren, wofür ein entsprechend geräumiger Kofferraum unverzichtbar ist. Dieses kleine Ding, das Ihnen der Verkäufer angeboten hat, passt also nicht mal ansatzweise zu dem, was Sie brauchen.

Der Verkäufer hat sich auf Eigenschaften des Autos konzentriert, die für Sie völlig unwichtig sind. Er hat angenommen, dass es schon passt. Und er lag komplett daneben. So wie viele Firmen bei der Auswahl ihrer Führungskräfte.

Fehlt bei einer Entscheidung die Frage nach dem Warum, fallen die Antworten entweder unbefriedigend aus oder führen in die völlig falsche Richtung.

 

Wir ernennen dann mal eine Führungskraft

Führungskraft muss nicht jeder werdenWechseln wir vom Autoverkäufer (mit dem wir ja in aller Regel nicht täglich zu tun haben) zu einem mittelständischen Unternehmen, das Drucker und Kopierer verkauft. Der Vertrieb spielt naturgemäß für dieses Unternehmen eine wichtige Rolle.

Und unter den Verkäufern befindet sich einer, der regelmäßig alle internen Verkaufsrekorde bricht. Das Verkaufen liegt ihm im Blut, er scheint mit einem speziellen Gen ausgestattet zu sein, das es ihm ermöglicht, aus nahezu allen Verkaufsgesprächen mit einem unterzeichneten Vertrag herauszukommen.

Also beschließt die Geschäftsführung, diesem Top-Verkäufer den gesamten Vertrieb zu unterstellen. Er soll von nun an seine Begabung für das ganze Verkaufsteam einbringen. In den Augen der Geschäftsführung spiegeln sich bereits die symbolischen Dollarnoten wider, sie rechnen mit einem erheblichen Anstieg der Verkaufszahlen. Und sie ver-rechnen sich erheblich.

Denn der Top-Verkäufer ist vor allem eines: ein Top-Verkäufer. Die Annahme, dass er mit diesen außergewöhnlichen Fähigkeiten das Vertriebsteam leiten könnte, mag auf den ersten Blick naheliegend und nachvollziehbar sein. Doch wenn man ein wenig genauer hinschaut, besteht hier überhaupt kein Zusammenhang.

Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Tätigkeiten. Und unser neuer Vertriebsleiter spürt das in seinem Inneren auch. Denn er geht von Beginn an zweifelnd an die neue Aufgabe heran, weiß mit sich und seiner Stellung nicht viel anzufangen, und dann macht er etwas, das aus seiner Sicht die einzige Lösung ist: Er versucht, seine ausgezeichneten Fähigkeiten als Verkäufer nun als Führungskraft einzubringen.

Dummerweise fährt er damit das ganze Projekt Führungskraft gegen die Wand, denn als Chef darf (und soll!) er zwar Verkäufer bleiben, aber das Verkaufen ist nicht mehr sein Job.

Zusammenfassung: Wer in seinem Arbeitsbereich gut oder sogar ausgezeichnet ist, muss das nicht zwingend auch als Führungskraft sein. Weil die Aufgabenstellungen sich grundlegend voneinander unterscheiden.

 

Der Weg des Geldes

Geld ist keine Motivation für FührungskräfteEin Warum gibt es dann aber doch, das schnell auf der Bildfläche erscheint, wenn angehende Führungskräfte nach dem Grund für ihr Tun befragt werden: Geld.

Viele Führungskräfte, die am Beginn ihrer Karriere stehen, antworten auf die Frage nach dem Grund für ihre Wahl: „Na ja, da verdiene ich dann ja mehr Geld.“ Da ist in der Regel auch was dran, doch wenn das die einzige Motivation ist, um sich zur Führungskraft machen zu lassen, ist das natürlich viel zu wenig. Denn Geld sorgt nun einmal nicht dafür, dass man sich die Qualifikation als Führungspersönlichkeit „auszahlen“ lässt. Es kann bestenfalls ein Begleiteffekt sein, der mit der Arbeit als Führungskraft verbunden ist.

 

Fragen Sie „Wieso, weshalb, warum?“

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie Führungskraft geworden sind? Oder haben Sie sich diese Frage zu Beginn Ihrer Karriere gestellt? Und zu welchen Antworten sind Sie gekommen? Ich interessiere mich sehr für Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie mir gern eine Mail kommentieren Sie oder rufen Sie an. Ich berate Sie selbstverständlich auch, wenn Sie bei sich konkreten Bedarf sehen.

 

Ausblick

Im zweiten Teil werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie man die Sinnfrage überhaupt stellen sollte. Und welche Fragen sich daraus weiterhin ergeben. Denn ein „Warum“ reicht bei weitem nicht aus. Es kommen weitere hinzu, die alle wichtig sind, um den Weg zur Führungskraft erfolgreich zu gestalten.

 

 

Soll ich oder soll ich nicht Führungskraft?

Vielleicht stehen Sie jetzt gerade vor ihrem nächsten Karriereschritt und vor der Frage: “Soll ich den nächsten Schritt gehen? Soll ich die Position als Team-, AbteilungsleiterIn, als VertriebsleiterIn annehmen? Oder soll ich mich auf die freie Führungsstelle bewerben?

Dann ist das jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit Ihrem Warum zu beschäftigen. Warum?

  • Weil Sie so persönliche Klarheit darüber erhalten, ob Führungskraft jetzt das Richitge für Sie ist.
  • Weil Sie Klarheit bekommen, wie Sie als ChefIn führen wollen und wie die „ideale“ Führungsposition für Sie aussehen könnte.
  • Weil Sie durch diese Klarheit deutlich sicherer in Ihr Vorstellungs- Bewerbungsgespräch gehen.
  • Weil Ihnen diese Frage in dem Bewerbungsgespräch wahrscheinlich sowieso gestellt wird.

Eine Coachingsitzung kann Ihnen dabei schnell und wirkungsvoll helfen, Ihr Warum zu beantworten. Denn als Coach stelle ich Ihnen die Fragen, die Sie zu Ihrem Warum führen.

 

Sie sind noch unsicher, ob Coaching Ihnen helfen kann?

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