Führungskäfte Effizienter durch Menschlichkeit und SpiritualitätWir leben in einer Zeit der Effizienz. Der Effektivität. In einer Zeit des Funktionierens. Das hat mit zahlreichen Faktoren zu tun. Mit der Globalisierung etwa.

Und mit der Digitalisierung. Wir sind immer erreichbar, um Strategien zu erarbeiten, die dem Zweck dienen, der Konkurrenz davon zu eilen. Und Führungskräfte sind die ausführenden Organe dieses Prinzips.

Aber kann es wirklich gut sein, wenn die Menschlichkeit immer weiter in den Hintergrund rückt? Wäre es nicht Zeit für ein wenig mehr Spiritualität? Bevor wir dieser Frage nachgehen, sollten wir zunächst einmal einen Begriff klären, der leicht missverstanden wird. Eben den Begriff der Spiritualität.

 

„Cool, dieser Spirit“

Viele Menschen zeigen zweierlei Reaktionen, wenn sie den Begriff Spiritualität hören: Sie denken an:

  • Esoterik und an
  • Realitätsferne

Spiritualität in Mannschaft und Team ist keine EsoterikBeides sind zweifelsohne nicht gerade positiv besetzte Assoziationen. Und nicht wenige Führungskräfte reihen sich gern ein in diese kritischen Beobachter, man könnte auch sagen: Geister.

Doch durch einen simplen Gedankenwechsel kann man die Sache auch ganz anders sehen. Als die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland stattfand (Sie erinnern sich ja sicher an das „Sommermärchen“), da sprachen viele Spieler über den Zauber, fast schon die Magie, die sie innerhalb der Mannschaft spürten.

Und sie sagten dabei immer wieder, dass der „Spirit“, also der „Geist“ in der Mannschaft etwas sei, das sie beflügele, motiviere und zusätzliche Kräfte freisetze.

Damals wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, die Spieler der deutschen Nationalmannschaft als Esoteriker oder realitätsferne Balltretter zu bezeichnen. Im Gegenteil, der „Spirit“ machte die Runde, er schien sich sogar auf die Fans zu übertragen, die vom Geist der Mannschaft getragen wurden.

Diese Form der Spiritualität hatte nichts Anrüchiges, sondern war gewissermaßen für die Dauer der WM gesellschaftlich anerkannt.

 

Der Ex-Chef darfs sagen

Ex-Chefs reden oft erst nach Kerriere ehrlich und TachelesBei Führungskräften ist es ein bisschen wie in der Politik. Dort erlebt man auch immer wieder, dass sich Politiker, die sich aus der aktiven politischen Arbeit zurückgezogen haben, „Tacheles“ reden.

Lobte der Politiker X in seiner aktiven Zeit bei jeder Gelegenheit die politische Landschaft als bestens funktionierend und auf höchstem Niveau demokratisch, äußert sich dieser plötzlich ganz anders, nachdem er seinen Schreibtisch geräumt hat und in den Ruhestand getreten ist. Er kritisiert Kungeleien, Korruption und undemokratische Prozesse bei der Entscheidungsfindung.

 

Wie kommt das? Und was hat das mit Führungskräften zu tun?

Nun, man sagt ja, Kindermund tut Wahrheit kund. Und dass Menschen, die zu tief ins Glas geguckt haben, ebenfalls zur unverblümten Wahrheit neigen. Das gilt auch für Menschen, die keine Verantwortung mehr tragen und sich viel freier bewegen und äußern können.

Doch der Alltag ist von ganz anderen Dingen geprägt. Und für Führungskräfte gehören Faktoren wie Spiritualität nicht dazu. Es wird einfacher, wenn wir die Begriffe tauschen und nicht mehr von Spiritualität, sondern von Menschlichkeit sprechen.

Auch wenn man beides nicht ohne weiteres gleichsetzen kann (weil doch zahlreiche Differenzierungen notwendig sind), kommen wir der Sache näher, wenn wir von Menschlichkeit sprechen.

 

Menschlichkeit auf der Führungsetage?

„Was soll denn Menschlichkeit bringen? Hier gehts um Produktivität!“ Das sagte einmal eine Führungskraft, als sie gefragt wurde, wie menschlich sie ihren Führungsstil bezeichnen würde. Und tatsächlich, es scheint, als hätte Menschlichkeit heute keinen Platz mehr in der Arbeitswelt (und nicht nur heute).

Immerhin geht es um Vorgaben, Produktionserwartungen, um Wertschöpfung, Nachhaltigkeit, Effizienz und vorformulierte Ziele. All das ist anspruchsvoll, muss erreicht werden, immer und immer wieder. Menschlichkeit dagegen lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken, führt nicht zu mehr Umsätzen und … aber, Moment mal!

Ist das wirklich so? Lassen sich die Umsätze nur steigern, wenn alle wie Maschinen am gemeinsamen Ziel arbeiten und zwischenmenschliche Aspekte unter den Tisch fallen? Viele in der Führungsetage glauben, dass zu viel „Menscheleien“ den Ablauf der Prozesse stören, sie erwarten knallharte Leistung mit messbaren Erfolgen.

Doch Führung nach dem Prinzip „Immer größer, schneller, weiter“ funktioniert heute nicht mehr. Lesen hierzu auch: Führung im Zeitalter von „Größer. Schneller. Weiter.“

 

Umsätze werden durch Menschen erzielt

Unternehmensumsätze und Gewinn werden nur durch Menschen erzieltEigentlich ist es eine merkwürdige Herleitung, Umsatz und Menschlichkeit nicht in einen direkten Zusammenhang zu bringen.

Befürworter dieser These mögen Beispiele wie Amazon anführen, der Konzern macht weltweit Umsätze, von denen andere nur träumen können, obwohl er einen Großteil seiner Mitarbeiter unterirdisch schlecht bezahlt.

Aber in diesem Zusammenhang seien zwei Fragen erlaubt:

  1. Wie viele Mitarbeiter bei Amazon fühlen sich wirklich wohl?
  2. Wie könnten die Umsätze von Amazon aussehen, wenn die Menschlichkeit eine größere Rolle spielen würde?

Die zweite Frage ist natürlich rhetorischer Natur, denn wir können hier nicht den Beweis erbringen, dass mehr Menschlichkeit zu mehr Umsatz führt. Aber selbst, wenn wir die Frage nach dem Umsatz weglassen und uns auf den Faktor der Menschlichkeit fokussieren, lässt das nur einen Schluss zu: Unternehmen, die nicht nur auf die Umsätze schielen, sondern auch auf die Lebensqualität der Mitarbeiter achten, sind erstens beliebter und zweitens mit loyaleren Mitarbeitern gesegnet.

Denn, machen wir uns nichts vor, jeder Amazon-Mitarbeiter, der dazu die Gelegenheit bekommt, wird das Unternehmen schneller verlassen, als ein Lämmlein mit dem Schwanz wackeln kann.

Für Amazon mag das egal sein, der Konzern scheint eine hohe Fluktuation gleich in sein Geschäftsmodell eingebaut zu haben. Als gutes Vorbild für andere Firmen sollte diese Philosophie aber möglichst nicht gelten.

Lesen hierzu auch: Wie können Führungskräfte ihre Mitarbeiter motivieren?

 

Führungskraft sein heißt: Mensch sein

Als Führungskraft immer Mensch bleibenDa wir ja gerade über Amazon gesprochen haben, sei ein wichtiger Hinweis erlaubt: In vielen Unternehmen macht sich die Erkenntnis breit, dass mit mehr Menschlichkeit auch bessere Arbeit möglich ist, und das nicht nur auf der emotionalen, sondern auch auf der wirtschaftlichen Seite.

Selbst in den Etagen ganz oben setzt sich vielfach das Bewusstsein durch, dass Menschlichkeit eine wichtige Rolle spielt. Und sogar Begriffe wie „Spirit“ (bei „Spiritualität“ ist die Hemmschwelle offenbar höher, weil das Wort nach wie vor negative Assoziationen weckt) oder auch „Teamgeist“ haben längst Einzug erhalten auf der Ebene der Entscheidungsträger.

Für Führungskräfte bedeutet dieses neue Denken, das sich langsam durchsetzt, große Chancen. Denn einerseits wird von Führungspersonal schon lange erwartet, auch die eigenen Werte nach außen zu vertreten und sie seinen Teams zu transportieren. Andererseits geriet dieses Angebot schnell an seine Grenzen, wenn das Tagesgeschäft den Druck erhöhte.

Doch es ist ein Umdenken erkennbar, und Führungskräfte sollten die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, nutzen, um ihren Führungsstil zu hinterfragen und auf Faktoren wie Menschlichkeit (oder eben auch Spiritualität) hin zu überprüfen.

Zur Menschlichkeit in Unternehmen, in der Führung gehört auch das Berücksichtigen der unterschiedlichen Persönlichkeitstypen und ihrer individuellen Motivationen. Hier sind die Werte für jeden Menschen, jeden Mitarbeiter und auch für Sie als Führungskraft ein sehr großer Einflussfaktor.

Was das für Sie als Führungskraft bedeutet, habe ich in diesem Artikel beschrieben: Wie wichtig sind Werte für Führungskräfte?

 

Menschelt es bei Ihnen?

Hand aufs Herz: Wie menschlich führen Sie? Liegt Ihnen das emotionale Wohl Ihrer Mitarbeiter am Herzen? Oder müssen Sie sich oft eingestehen, dass unter dem Druck des Arbeitsalltags die noblen und hehren Absichten unter den Tisch fallen?

Der Weg zum menschlichen Führen ist ein weiter, und er kann nicht gegangen werden, ohne mit Hindernissen leben zu müssen. Aber sollte er deshalb verlassen werden? Oder wäre es lohnend und sinnvoll, ihn weiter zu gehen und die Hindernisse beiseite zu räumen?

Ich freue mich auf die Schilderung Ihrer Erfahrungen, gern als Kommentar, per Mail oder in einem persönlichen Gespräch. In der Menschlichkeit steckt viel Potenzial. Auch und ganz besonders für Führungskräfte.

Deswegen geht es in meinen Führungskräftecoachings immer darum, wie Sie menschlich, entspannt und dadurch leichter Ihre Führungserfolge erreichen. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass es Zeit ist, aus dem übertriebenen Höher, Schneller, Weiter raus zu treten.

Für mich gehören  Werte und Persönlichkeiten wieder in den Vordergrund. Ins berufliche Miteinander, in die Führungsarbeit, in die Selbstführung und damit ins Leben jedes Einzelnen. Ich bin davon überzeugt Führen ist heute und zukünftig nur erfolgreich, wenn wir uns wieder auf die Menschen konzentrieren. Nur so werden Unternehmenserfolge nachhaltig erreicht.

Lesen Sie hier, was ich damit meine:  Führungsqualität und Lebensqualität

 

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