Ohne Multitasking ist Führungsalltag effizienterMultitasking kann nicht funktionieren – das wissen wir, und dennoch tappen wir immer wieder in die Multitasking-Falle. Bevor ich Ihnen heute Schritte aus dieser Falle aufzeige, klären wir zunächst, warum uns Multitasking immer wieder in seinen Bann zieht.

 

Multitasking – warum machen wir es immer wieder?!?

Sie wissen: Multitasking kann nicht existieren, denn das Hirn kann nie zwei Dinge zeitgleich erledigen. Unser Hirn switcht um, wenn wir „multitasken“; es arbeitet nicht parallel, sondern nacheinander. Dieses Nacheinander sorgt zuweilen für ein Durcheinander – und so kommt es, dass Sie sich fühlen, als hätten Sie nichts geschafft, obwohl Sie doch so beschäftigt sind. Warum tun wir uns das immer wieder an?

Ein Tag unter Laborbedingungen würde uns den ersten Hinweis geben, denn unser Alltag lenkt uns viel zu zügig ab. Ein schönes Beispiel kommt aus der Freizeit: abends möchten Sie nur noch die Nachrichten schauen und sich dann beim Abendfilm entspannen. Tja, da haben Sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Während der Nachrichtensprecher seinen Text aufsagt, flimmern unten im Bildschirmrand weitere Nachrichten auf, denen Sie folgen möchten. Schon sind Sie im Multitaskingmodus. Während des Films werden immer wieder TV-Highlights eingeblendet. Sie sind zum Multitasking gezwungen.

Aber auch in Ihnen selbst liegt ein Grund fürs erneute Tappen in die Multitaskingfalle. Unsere Hirne schütten das Glückshormon Dopamin aus, wenn wir neue Reize kennenlernen. Dies sorgt im Umkehrschluss für ständiges Reizinteresse – zu einer Art Sucht nach Neuigkeiten. Stellen Sie sich das Dilemma nur vor: Sie kommen ins Büro und jeder kennt die Nachrichten schon vor Ihnen! Neue Aufgaben, neue Informationen, neue Wahrnehmungen – all das scheint unserem Hirn attraktiv, denn wir werden mit Glücksgefühlen belohnt.

 

Back to the roots: Singletasking

Es mag manch einem, der vom Multitasking sehr getrieben ist, vorkommen wie der Stein der Weisen: Singletasking heißt die Lösung. Damit erfinde ich das Rad jedoch keineswegs neu, im Gegenteil: „Back to the roots“, heißt die Devise: Zurück zu den Wurzeln!

Singletasking heißt, wir lernen, unseren natürlichen Geisteszustand zurückzuerlangen. Ein Zustand, der sich auf eines fokussieren kann, bevor er das zweite angeht. Singletasking hat immense Vorteile:
  Sie gestalten Ihren Alltag wieder bewusst, da Sie …
  … im Hier & Jetzt leben und sich nur einer Sache widmen.
  In der Folge ist Ihre Tagesordnung, Ihre Zeit, kurz: Ihr Leben selbstbestimmt.
  Sie erhöhen Konzentration und Merkfähigkeit, wodurch Sie …
  … mehr Zeit zum Leben und Erleben haben.
  Selbst unübersichtliche Situationen durchschauen Sie effizient, denn Sie sind …
  … ablenkungsresistent, arbeiten kraftsparend und behalten sich so den Spaß am Tun bei.
  Ein besseres Abschalten-können sorgt …
  … auch in hektischen Situationen für Ruhe und Gelassenheit.

Zusammenfassen lassen sich die Vorteile also damit, dass Sie in Ihrer Führungsaufgabe erfolgreicher und zufriedener werden, wodurch sich Ihre ganze Lebensqualität von Grund auf bessert. Familie und Mitarbeiter werden es Ihnen genauso danken wie Ihr eigener Körper, denn ein Plus an Lebensqualität bringt immer auch ein Plus an Gesundheit.

 

Ich will Singletasker werden!

Ohne Multitasking als Führungskraft besser abschaltenSicher sind Sie nun hochmotiviert und möchten sofort mit dem Singletasking loslegen. Vergessen Sie dabei bitte nicht, dass das Multitasking eine jahrelang erfolgreich antrainierte und damit in Leib und Seele übergegangene „Fehlprogrammierung“ ist. Seien Sie also nett und geduldig mit sich selbst – es dauert, bis Sie Singletasker werden. Wie eingangs erwähnt, gibt es genügend „Verführer“ zum Multitasking. Ein erster sehr wichtiger Schritt ist es, eben diese Fallen zu erkennen und ihnen zu trotzen.

 

 

 

In 7 Schritten zum gelassenen Singletasking

Haben Sie die Geduld mit sich selbst verinnerlicht, sind es nur noch sieben Schritte, bis auch Sie ein gelassener Singletasker sind, der seine Lebensqualität erhöht:

1. Überblick und Struktur: zunächst benötigen Sie einen Gesamtüberblick über alle Aufgaben und Aktivitäten des Tages. Sie strukturieren sich neu.

2. Bündeln und Blockzeiten: arbeiten Sie Aufgaben so ab, wie Sie kommen, reagieren Sie nur, agieren aber nicht. Sie sind bald wieder in der Multitasking-Falle. Viel sinnvoller ist es, ähnliche Aufgaben zu bündeln und diese im Block abzuarbeiten.

3. Priorisierung: die Multitasking-Falle schnappt immer dann zu, wenn wir unaufmerksam sind und uns ihren Verführungen hingeben. Die Verführung steigt, je weniger Klarheit über unsere Prioritäten besteht. Hier ist ein gesunder Egoismus geboten: haben Sie keine eigenen Prioritäten und Zielsetzungen, lassen Sie sich die von anderen aufdrücken. Also entscheiden Sie sich: was möchten/ müssen Sie für sich heute unbedingt erledigt haben? Setzen Sie Prioritäten!

4. E-Mail-Kommunikation steuern: Reize und Ablenkungen kommen in einer Welt der Desktop- und Push-Benachrichtigungen immer – ob Sie beschäftigt sind oder nicht. E-Mails sind dafür das Beispiel schlechthin: als größter Zeiträuber in Unternehmen verführen sie jeden, vom Mitarbeiter bis hin zur Führungskraft. „Mal eben schnell lesen“ kostet ja auch kaum Zeit. Weit gefehlt! Untersuchungen zeigen, dass Sie durch diese „kleine“ Ablenkung lange Zeit benötigen, um wieder in Ihre eigentliche Arbeit hereinzukommen. Ihre Gedanken hängen noch an der E-Mail, Ihre Hände erledigen längst wieder ihren eigenen Job und so richtig machen Sie keine von beiden Aufgaben. Sie lassen sich steuern, steuern aber nicht selbst. Schluss damit: beginnen Sie, Ihr E-Mailing wieder selbst zu steuern!

5. Konzentration oben halten: sitzen Sie lange an einer Aufgabe, geht beizeiten die Konzentration auf Reisen: Ablenkungen kommen viel besser bei Ihnen an, je länger Sie an derselben Aufgabe sitzen. Gönnen Sie Ihrem Hirn Abwechslung, halten Sie die Konzentration deutlich höher. Deshalb: Arbeiten Sie nicht so lange an einer Aufgabe, bis diese bis ins kleinste Detail fertig ist, sondern arbeiten Sie in kurzen Zeithäppchen.

6. Rückblick – Ausblick – fertig: Das liebe Gedanken-Karussell mag zuweilen einfach nicht stillstehen. War das gestern richtig, Herrn Müller zu kritisieren? Was wird Herr Müller morgen machen, wenn dieselbe Aufgabe wieder ansteht? – Diese Gedanken routieren, während Sie gerade mit einem Kunden telefonieren. Das kann nicht gut enden. Deshalb: schalten Sie dieses Gedanken-Karussell ab! Steuern Sie Ihre Gedanken am Tagesende bewusst: blicken Sie zurück, checken Sie, was Sie checken müssen. Blicken Sie auch kurz voraus und überlegen Sie die Folgen des Tuns. Dann sind Sie damit fertig – und können Ihre Gedanken entspannen.

7. Freies Hirn, freier Kopf, freie Zeit: ein bewusster Tagesabschluss, zu dem auch die Rück- und Vorausschau gehört, gibt Ihnen die Sicherheit, an alles gedacht zu haben. Ihr kommender Tag ist vorausgeplant, auch hier können Sie nichts vergessen haben. In dem Moment, in dem Sie die Bürotür hinter sich schließen, schließen Sie auch jeden Gedanken an die Arbeit mit weg. Schalten Sie in den Freizeitmodus und entlassen Sie Ihr Hirn in den Feierabend – Sie haben es sich verdient!

 

Erfolgreiche Führungskraft mit Singletasking

Sie sehen: wenn es Ihnen gelingt, alte Gewohnheiten aufzugeben und neue, deutlich erleichternde Grundsätze in Ihr Leben zu lassen, schaffen Sie es aus der Multitasking-Falle. In meinem kostenlosen E-Book „7 Schritte raus aus der Multitaskingfalle“ erläutere ich die 7 Schritte noch ausführlicher. Checklisten zeigen Ihnen, wie Sie diese 7 Schritte erfolgreich durchführen. Wünschen Sie sich eher persönliche Begleitung, so freue ich mich sehr auf den Kontakt mit Ihnen!

 

 

 

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